Forschungsansätze zur Heilung von Diabetes

In der Therapie von Diabetes bahnt sich eine Revolution an

Die These, dass ein Mensch ohne Insulin nicht lebensfähig ist, könnte womöglich falsch sein, galubt Rober Unger vom Touchstone Center of Diabetes Research in Dallas. Und statt Insulin bei zuckerkranken Menschen künstlich zu ersetzen, sollte man lieber den Gegenspieler des Insulins aus dem Verkehr ziehen - das Glucagon. So könnte Diabetes Typ 1 eines Tages zu einer symptomlosen, nicht insulinabhängigen Erkrankung werden. Studien an Mäusen stützen Ungers überraschende These.

Bei Typ 1 Diabetes liegt ein absoluter Insulinmangel vor: Die insulinproduzierenden Betazellen der Bauspeicheldrüse produzieren das Hormon Insulin nicht mehr, da körpereigene Immunzellen diese Betazellen als fremd angesehen und zerstört haben. Der Vorgang der Zerstörung kann sich über Jahre hinziehen. Für den Erhalt der Betazellen gibt es derzeit unterschiedliche Therapieansätze, die jetzt in einem Artikel des Deutschen Diabetes-Zentrums DDZ Düsseldorfs vorgestellt werden.

Über folgende Möglichkeiten wird berichtet:

  • Ansätze zur Erhaltung der insulinproduzierenden Betazellen
  • Immunologische Intervention - antientzündliche Therapien
  • Zellersatz-Therapien: Pankreastransplantation und Inselzelltransplantation

Gleich ein halbes Dutzend Wirkstoffe werden derzeit darauf getestet, ob sie die immunpathologischen Vorgänge bei der Entwicklung des Typ-1-Diabetes aufhalten können. Ein Interview der Ärztezeitung mit Privatdozentin Nanette Schloot.

Das ganze Interview in der Ärztezeitung vom 2. März 2011

Indianapolis und NEW YORK, 3. Februar 2011 / PRNewswire / - Eli Lilly und die Juvenile Diabetes Research Foundation (JDRF)
gaben heute bekannt, dass sie eine Vereinbarung zur Förderung der Grundlagenforschung  unterzeichnet haben, welche bei Patienten mit Typ 1 Diabetes zukünftig die,
durch die Krankheit zerstörten, Insulin-produzierenden Zellen regenerieren könnte.

Lässt sich einem Typ-1- Diabetes eines Tages vorbeugen? Forschungsansätze dazu wurden bei einem Symposium in München vorgestellt.

Mehr Info und Quellverweis: Ärztezeitung vom 1. Feb. 2011

14.12.2010 Beim Typ 1 Diabetes kommt es zu einem Verlust der insulinproduzierenden Zellen durch einen Autoimmunprozess. Diese Zerstörung kann durch Regenerationsprozesse gebremst werden.

Gene, die für die Regeneration der (Insulin-produzierenden) Betazellen verantwortlich sind (Reg-Gene), produzieren Reg1α Proteine. Gegen diese Reg-Proteine bilden die Patienten aber oft Antikörper (anti-Reg1α Antikörper). Wissenschaftler aus London (UK) und Rom (Italien) untersuchten Patienten mit Diabetes sowie Kontrollpersonen auf das Vorhandensein von Reg1α Protein und anti-Reg1α Antikörper.

München (netdoktor.de) - Männer mit Diabetes Typ 1 können möglicherweise bald von einer Stammzelltherapie profitieren. Aus dem Hodengewebe lassen sich Insulin produzierende Zellen züchten. Das haben Forscher des  Georgetown University Medical Center auf dem 50. Jahrestreffen der "American Society of Cell Biology" berichtet.

Diese transplantierten sie Mäusen, die an Diabetes Typ 1 litten. Der Blutzuckerspiegel der zuckerkranken Mäuse sank, ein Nachweis, dass die Zellen ausreichend Insulin produzierten. Der Zucker senkende Effekt hielt fast eine Woche lang an.

Dem Biochemiker und Proteinkristallographen Dr. Oliver Daumke vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch ist der „Bayer Early Excellence in Science Award 2010“ für Biologie zuerkannt worden. Er erhält die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung für seine Beiträge zur Aufklärung von Struktur und Funktion sogenannter GTP-bindender (G-Proteine). G-Proteine spielen in zellulären Signalwegen und bei der Abwehr von Infektionen eine wichtige Rolle. Der Preis, mit dem die Bayer-Stiftung talentierte Nachwuchswissenschaftler in der frühen Phase ihrer akademischen Laufbahn auszeichnet, wird ihm sowie Prof. Nicolai Cramer (Lausanne, Schweiz) und Dr. Andreas Walther (Helsinki, Finnland), die ebenfalls je 10 000 Euro erhalten, im kommenden Frühjahr in Berlin verliehen.

München (netdoktor.de) - Für Diabetes vom Typ 1 gibt es möglicherweise bald einen neuen Behandlungsansatz: Amerikanische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass eine spezielle Art von T-Zellen, die bei anderen Autoimmunerkrankungen wie Morbus Crohn eine Rolle spielt, auch an der Entstehung des sogenannten juvenilen Diabetes beteiligt ist. Die Ergebnisse der Untersuchung sind in der Fachzeitschrift "Journal of Immunology" erschienen (doi:10.4049/jimmunol.1001860).

Quelle: Kurzmeldung bei Netdoktor.de vom 5. Okt. 2010

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