07. Februar 2010
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Forschung -
Heilung
Vor wenigen Sekunden kam Fanny auf die Welt. Die Nabelschnur, die das kleine Mädchen mit ihrer Mutter Tanja Fischer verbindet, pulsiert noch. Die Hebamme klemmt sie ab. Dann pikst sie in die Vene der Nabelschnur und das Blut fließt in einen Plastikbeutel. Vor dem Kreißsaal wartet bereits ein Kurier, der den Beutel schnell nach Leipzig fährt. Dort wird das Blut bei der Deutschen Knochenmarkspende aufbereitet und bei minus 180 Grad eingefroren. Fannys Eltern haben das Nabelschnurblut gespendet. Sie hoffen, damit Leben retten zu können.
Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, Nabelschnurblut einzulagern. Entweder in eine öffentliche Spenderbank, oder privat, als eine Art biologische Lebensversicherung für das Neugeborene. Verschiedene Unternehmen bieten eine jahrzehntelange Aufbewahrung des Bluts an. Sie werben damit, dass die Stammzellen aus dem Blut vielleicht einmal dabei helfen könnten, das eigene Kind von Krebs oder Diabetes zu heilen.
Acht Kleinkinder mit Diabetes vom Typ 1 wurden von Ärzten in Florida mit eigenem Nabelschnurblut behandelt. Die Kinder brauchten nach der Transplantation zwar weiterhin Insulin, aber die Dosis konnte geringfügig reduziert werden.
Die Frage, die viele Eltern beschäftigt, lautet also: Soll man das Nabelschnurblut nun für den Fall, dass das eigene Kind die Stammzellen wegen einer schweren Erkrankung einmal gebrauchen könnte, kostenpflichtig aufbewahren? Oder ist dieser Fall so unwahrscheinlich, dass man sie besser einer Nabelschnurbank zur Verfügung stellt?
Auszug aus einem Bericht der Welt-Online
Mehr Info und Quellverweis: Welt- Online vom 7.Feb. 2010
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