Forschungsansätze zur Heilung von Diabetes

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Göttingen, 23. Februar 2010. Die DeveloGen AG, ein auf die Erforschung und Entwicklung von Therapien zur Behandlung von Diabetes und anderen Stoffwechselerkrankungen spezialisiertes Unternehmen gab heute bekannt, dass es Fördergelder der Juvenile Diabetes Research Foundation, New York, USA (JDRF) in Höhe von US$ 500 tausend erhalten wird. Mit Hilfe dieser Gelder sollen Mechanismen zum Schutz menschlicher Insulin produzierender Zellen (Betazellen) erforscht werden.

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Vor wenigen Sekunden kam Fanny auf die Welt. Die Nabelschnur, die das kleine Mädchen mit ihrer Mutter Tanja Fischer verbindet, pulsiert noch. Die Hebamme klemmt sie ab. Dann pikst sie in die Vene der Nabelschnur und das Blut fließt in einen Plastikbeutel. Vor dem Kreißsaal wartet bereits ein Kurier, der den Beutel schnell nach Leipzig fährt. Dort wird das Blut bei der Deutschen Knochenmarkspende aufbereitet und bei minus 180 Grad eingefroren. Fannys Eltern haben das Nabelschnurblut gespendet. Sie hoffen, damit Leben retten zu können.

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Mit Nabelschnurblut gegen Zucker - Münchner Ärzte wollen Diabetes bei Kindern mit neuer Therapie stoppen

Leipzig (ots) - Sonja Eichhorn* ist drei Jahre alt und leidet an Diabetes. Sie könnte als erste Patientin in Deutschland von einer neuen Therapiemethode mit ihrem eigenen Nabelschnurblut profitieren. Im Februar 2008 stellten die Ärzte bei Sonja Typ-1-Diabetes fest, eine Form der Zuckerkrankheit, von der meist Kinder und Jugendliche betroffen sind. Für ihre Eltern ein Schock. Eine neue Diabetes-Studie an der Technischen Universität (TU) München lässt sie nun hoffen.

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An der Konservierung von Nabelschnurblut scheiden sich die Geister: Für die einen ist es ein potenzieller Jungbrunnen, für die anderen nur Geldschneiderei. Immerhin deuten jetzt Studien bei Typ-1-Diabetikern auf einen Nutzen.

Wer die Nabelschnur seiner Kinder für medizinische Zwecke aufheben möchte, kann sich in Deutschland sowohl an öffentliche wie auch an kommerzielle Nabelschnurbanken wenden. Die Argumentationslinie ist dabei unterschiedlich: Anhänger öffentlicher Nabelschnurblutbanken weisen darauf hin, dass dieses Blut ein hervorragendes Medium für allogene Knochenmark-Transplantationen bei krebskranken Kindern und Erwachsenen ist, dagegen argumentieren privatwirtschaftliche Einrichtungen zusätzlich mit dem möglichen Nutzen für den Spender selbst.

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Prof. Dr. med. Anette-Gabriele Ziegler ist seit 25 Jahren in der Diabetesforschung tätig. Sie beschäftigt sich einerseits mit der Entstehung, andererseits aber auch mit Prävention und Therapie des Typ-1-Diabetes. Die Medizinerin ist Oberärztin an der Klinik für Endokrinologie, Diabetologie und Suchtmedizin am Städtischen Klinikum München-Schwabing. Zudem ist sie Leiterin der Forschergruppe Diabetes der Technischen Universität München. Im Interview spricht Professorin Ziegler über den aktuellen Stand in der Diabetesforschung und über die Chancen des Einsatzes von Nabelschnurblut für Diabetespatienten.

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