Erfahrungen

Die Uhr bestimmt den Tagesablauf, Kohlenhydrate zählen und Essen wiegen den Speiseplan, ständiges Beobachten und Einsatzbereitschaft das Familienleben. Das ist Alltag in Familien mit einem an Diabetes Mellitus (Typ eins) erkrankten Kind. Emanuel aus dem Remchinger Ortsteil Nöttingen ist neun Jahre alt und von dieser Stoffwechselstörung in seinem Körper seit zehn Monaten extrem stark betroffen.

Quellverweis und den ganzen Artikel unter: Pforzheimer Zeitung vom 28.10.2009

Seit knapp zwei Monaten hat unser Sohn (10) den Freestyle Navigator und wir möchten einen kurzen Erfahrungsbericht geben.

RHEINSBERG - Als es anfing, war sie zwei. Ihre Eltern, ein Arzt und eine Krankenschwester, bemerkten Azetongeruch und wussten sofort: Bei ihrer Tochter stimmt etwas nicht, sie hat Diabetes. Die Eltern brachten sie aus ihrer Heimat in Schleswig-Holstein sofort in die Kinderklinik nach Hamburg, dort gab es ein neues Medikament gegen die Krankheit: Insulin.

Das ist jetzt 75 Jahre her. Ursula Mummert gehörte zu den ersten Kindern in Deutschland, die Insulin bekamen. Und sie ist heute die Frau in der Bundesrepublik, die am längsten mit der Zuckerkrankheit lebt. Ihres Wissens nach gibt es nur noch einen Mann, der es noch länger damit überlebt hat. Dabei betraten die Ärzte damals Neuland, als sie dem kleinen Mädchen 1934 Insulin verabreichten. Das Präparat war erst seit 1928 überhaupt auf dem Markt. Es war an Erwachsenen getestet, mit Kindern hatten die Mediziner keinerlei Erfahrungen. Das wirkte sich aus. „Ich war ständig in Schocknähe“, sagt Ursula Mummert heute über die erste Zeit nach dem Beginn der Behandlung. „Ich fiel häufig um und lag auf dem Fußboden.“ Heute weiß sie: Die Dosis war zu hoch. Das wussten die Ärzte aber nicht.

Von Martina Möller

Marl. "Am Anfang war es die Hölle", erinnert sich Heike Winkels. "Ich musste meiner kleinen Tochter immer mit Gewalt das Insulin spritzen." Lisa-Marie wehrte sich nach Kräften. Kein Wunder. Wie soll eine Zweijährige verstehen, dass dieses Medikament für sie lebenswichtig ist?

Das ist neun Jahre her. Für Lisa-Marie, eine fröhliche und aufgeweckte elfjährige Realschülerin, ist Diabetes Alltag geworden. Sie misst ihre Blutzuckerwerte und dosiert ihr Insulin selbstständig. Auch beim Treffen der Selbsthilfegruppe "Diabetisches Kind mit Eltern" packt sie ihr Testgerät aus. Sie sticht sich in den Finger, gibt einen Tropfen Blut auf den Teststreifen, liest den Wert ab, stellt an ihrer Insulinpumpe die richtige Menge ein - und beißt genüsslich in ihren Schokoriegel. Die Joghurtschokolade ist übrigens kein Diätprodukt, sondern aus dem Regal, aus dem alle Kinder gern ihre Süßigkeiten naschen. Man muss nur auf die Menge achten und alle Nährwerte sorgfältig berechnen. Seit drei Jahren trägt Lisa-Marie den Katheter, an den sie ihre Insulinpumpe anschließt. "Das erspart viele Spritzen", sagt Mutter Heike.

 

Die Kindergruppe des DDB-SH fährt nach Fehmarn

Am Samstag, den 12. April war es soweit: der Ausflug auf die Insel Fehmarn stand bevor. Bei strahlendem Sonnenschein trafen sich alle Teilnehmer vor der Fähre in Puttgarden. 18 Kinder mit Diabetes hatten sich bei Andrea Witt angemeldet. Mit Eltern und Geschwistern kam so eine Gruppe von 48 Personen zusammen. Als erstes ging es mit der Fähre nach Rödby/DK und zurück.

Das schöne Wetter wurde an Deck zum Sonnenbaden ausgenutzt.

 

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