Beitrag erschienen im Bereich: Hilfsmittel - Artikel
Hallo zusammen,
wir suchen auf diesem Wege Familien in Deutschland, welche einen Diabetikerwarnhund besitzen, welcher zuverlässig den Unterzucker des Kindes anzeigt.
Bis vor ein paar Tagen war uns kein solcher Fall bekannt, weshalb wir große Zweifel hatten, ob die Investition von mehreren tausend Euro für die Ausbildung eines solchen Hundes sich auszahlt.
Was uns noch stutzig gemacht hat, ist die Tatsache, daß manche Personen, welche eine derartige Ausbildung anbieten, keine echte Referenzen nennen können.
Zwischenzeitlich haben wir ein paar mehr Informationen, wie ihr unten lesen könnt und sind überzeugt, daß zumindest die Hundeschule www.diabetikerwarnhund.de seriös arbeitet und sehr wohl Referenzen aufzuweisen hat.
Wir freuen uns aber nach wie vor eure Zuschriften zu diesem Thema unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. und werden unsere Erkenntnisse dann hier berichten.
Alle uns bekannten Hundeschulen, welche eine solche Ausbildung anbieten, wurden direkt per E-Mail auf diesen Artikel hingewiesen.
Fortgang:
22.4.2009
- Heute haben wir mit Fr. Dr. Q. aus Schwerin telefoniert, einer Medizinerin und engagierten Mutter eines 4-jährigen Jungen mit Diabetes. Sie hat einen Hund, welcher sich noch in der Ausbildung bei der Hundeschule www.diabetikerwarnhund.de befindet, aber schon nach relativ kurzer Zeit etwa 80% aller Unterzucker anzeigen konnte. Sie ist vollkommen überzeugt, daß dies zur Einstellung, Sicherheit und Lebensqualität Ihres Kindes beiträgt und setzt sich dafür ein, daß die Kosten zur Ausbildung eines solchen Hundes zukünftig von den Krankenkassen übernommen werden. Hierzu werden wir in Kürze mehr schreiben können.
- Marianne schrieb:
"Wir besitzen zwar keinen, aber der Hund unseres Nachbarn (Schäferhund) reagiert auf Meryems Blutzuckerwerte. Wenn die zu hoch gehen, geht er ihr nicht "vom Hintern", wenn die im Garten sind (wir haben keinen Zaun zwischen den Gärten) und bei Unterzucker flippt er schier aus. Schade nur, dass die Nachbarn bald wegziehen. .-("
21.4.2009
Mittlerweile haben sich auf Veranlassung der Hundeschule www.diabetikerwarnhund.de auch schon zwei Familien gemeldet, welche einen solchen Hund besitzen und damit sehr glücklich sind. Hier das Schreiben von Fam. S:
- Vorweg sei gesagt, dass ich sehr gerne Ihre Homepage besuche und mir hier oft seelische Unterstützung hole, wenn ich sehe, dass es in vielen täglichen Situationen anderen Eltern ähnlich geht.
Die Seriösität ihrer Seite hat mir stets zugesagt, umso betroffener war ich, als ich Ihre Stellungnahme zum Thema Diabetikerwarnhund las.
Unsere Tochter (Noch 4 Jahre alt) hat seit 15 Monaten DM Typ 1 .
Einige Monate, nachdem Luisa aus dem Krankenhaus entlassen wurde haben wir uns - erstmal unabhängig von Diabetes - ernsthaft Gedanken über die Anschaffung eines Hundes gemacht.
Nachdem wir in dem Diabetiker Ratgeber aus der Apotheke einen Bericht über die Hundeschule für Diabetiker und andere Servicehunde gelesen haben stand dann unsere Entscheidung fest: WIr möchten auch einen so tollen Hund!
Einer der Hauptgründe war, dass ich mir eine Entlastung für die Nacht wünsche. Das regelmäßige nächtliche messen macht mich doch sehr dünnhäutig und fordert so langsam seinen Tribut. ( Wenn´s mal sehr hart wird lese im Forum die Berichte der anderen Eltern und schöpfe aus der Solidarität neue Kraft)
Ein weiterer Grund ist unserer Tochter die Freiheit zuzugestehen, die ein gesundes Kind auch hat. Man stelle sich mal vor, sie möchte in ein paar Jahren mit einer Freundin im Zimmer ungestört sein und eine "nervende" Mama kommt herein, um Blutzucker zu messen!
Darüber hinaus ist der Hund an sich natürlich als Freund für die Kinder unersetzbar.
Bei meinem ersten Telefonat mit Frau Poyson, bei dem ich ungehemmt alle Fragen hierzu stellen konnte kamen mir ehrlich die Tränen weil Sie mir erklärte, dass der Hund, der eine solche Leistung vollbringt, dies nur zuverlässig machen wird, wenn er seine Bezugsperson bedingungslos liebt- niemals kann man einen Hund schlecht behandeln und ihm dann eine solche Leistung abverlangen!
Das Verständnis für Mensch und Tier steht bei meiner Hundeschule IMMER im Vordergrund.
Nachdem Frau Poyson und Frau Barrett den kleinen "Bolle " für uns gefunden und getestet haben und er bei uns einzog dauerte es nur wenige Wochen, bis er zum ersten mal eine Hypo anzeigte. Ich war total fassungslos und selten sooooo glücklich!
Es erfordert tägliches liebevolles Training- aber es funktioniert!
Wir stehen auch erst am Anfang unserer Ausbildung und trotzdem hat der Bolle unsere Tochter schon vor mindestens 40 Hypos bewahrt!
Er erschnüffelt noch nicht jede Hypo ( derzeit 80-90 %) und es ist schwer, dann nicht so enttäuscht von ihm zu sein - weil er es doch kann - aber er und wir haben ja noch ca. 1 Jahr Training vor uns, um aus ihm einen so zuverlässigen Retter wie Frau Barretts Finn zu machen!
Ich kann allen Eltern, die über eine Anschaffung eines solchen Hundes nachdenken raten, sich mit allen Fragen an die Hundeschule für Diabetiker und andere Servicehunde zu wenden.
Hier stehen wirklich die Menschen und Hunde im Vordergrund - und man merkt, dass es den Beiden nicht um das Geld geht, sondern, dass sie mit einer solchen Leidenschaft dabei sind und wirklich den Diabetikern helfen wollen, ein unbeschwerteres Leben zu führen und ein ganzes Stück Lebensqualität zurückzuerlangen!
Auf der Homepage kann man sich sicherlich auch einen guten Eindruck verschaffen - ebenso wie in einem persönlichen Gespräch.
Dass unseriöse " Hundeschulen" nun hier ein scheinbar lohnendes Geschäft wittern und glauben, sich mit dem Leid von Diabetikern bereichern zu müssen finde ich unsäglich und frage mich, wie diese Menschen noch in den Spiegel schauen können!
Schlimm, dass diese Menschen den Ruf und das Können der Helden auf 4 Pfoten sowie den von Frau Barrett und Frau Poyson zerstören!!!! - Unsere Antwort darauf:
Vielen Dank für Ihre Nachricht.
Auf derartige Nachrichten haben wir sehr lange gewartet und es ist tatsächlich die erste dieser Art die uns bisher erreichte.
Unser Artikel auf den Sie hinweisen ist keine Berichterstattung oder Stellungnahme, sondern eher eine kritische Hinterfragung.
Es ist tatsächlich so, daß Sie die erste Person mit Ausnahme der Hundeschulen selbst sind, welche sich uns gegenüber für einen solchen Hund aussprechen. Auch ist es tatsächlich so, daß uns eine Hundeschule (nicht die von Frau Poyson) anschrieb und auch auf mehrfache Rückfrage keine eigenen Referenzen nennen konnte.
Diese beiden Tatsachen haben unseren Zweifel geschürt und waren Auslöser für den Artikel. Es freut mich sehr, daß sich die Situation nun aufklärt und wir ein objektiveres Bild von der Sachlage bekommen.
Folgendes Schreiben von Gabriele B hat uns am 20. Apr. erreicht:
- Habe ich ihre Bitte zu Infos über oben genannte Hunde gelesen. Warum ich mich melde? Nun, ich habe zur Zeit zwei Hunde der sehr menschenbezogenen Rasse Collie, denen auch eine sehr große Sensibilität nachgesagt wird. Einer meiner Hunde ist ein sogenannter „Einmannhund“, dass heißt er ist vollkommen auf mich fixiert, klebt förmlich an mir, ein „Pattex-Hund“. Dieser Hund zeigte auf unseren gemeinsamen Wanderungen seit meiner Manifestation durch sein Verhalten an wann mein Blutzucker zu niedrig war und wich dann solange nicht von meiner Seite, bis ich selber bemerkte das ich zu niedrig war und TZ oder Bärchen zur BZ-Anhebung zu mir nahm. Wenn ich dann wieder auf einem normalen Level war ging auch er wieder sichtlich zufrieden seiner Wege um seine „Angelegenheiten“ zu erledigen. Meinen niedrigen BZ nahm er ausschließlich visuell war, ich neige dann zu verzögerten Reaktionen und unsicherem Gangwerk ( das weiß ich von meinen Familienangehörigen ). Seit einiger Zeit ist mein lieber Hund jedoch nicht mehr so zuverlässig, er hat infolge seines fortgeschrittenen Alters Sehprobleme (grauer Star) und auch seine kognitiven Fähigkeiten haben nunmehr nachgelassen. Aber er ist noch immer sehr anhänglich und mein lieber Kumpel und Alterchen.
Mein anderer Hund dagegen ist kein (!) Nachfolger für seinen Kollegen. Amüsanterweise ist auch er sehr menschenfreundlich, jedoch erstreckt sich seine Zuneigung auf alle Menschen J, nicht nur auf mich. Daher ist er überhaupt nicht in der Lage als „Anzeiger“ zu wirken, er „sieht und spürt“ es einfach nicht. Ich bin deswegen aber nicht von meinem Hund enttäuscht, er hat andere liebenswürdige Eigenschaften J. Vor diesen beiden Hunden hatte ich auch einen Collie, auch er hat nicht angezeigt obwohl er auch sehr auf mich fixiert war. Um die Sache auf den Punkt zu bringen: ich kann mir nicht vorstellen, wie man einen Hund egal welcher Rasse so auf einen Menschen durch „Fremderziehung“ prägen möchte, dass er zuverlässig anzeigt. Ein schon in der Familie lebender Hund der sich durch sein Verhalten anbieten würde zu einer solchen „Ausbildung“ wäre wohl einen Versuch wert, jedoch wohl ohne Garantie auf Erfolg. Ich habe schon von Hunden gelesen und auch Fernsehberichte gesehen über Hunde, welche bei Epileptikern vor Anfällen warnen. Auch diese Hunde waren meines Wissen schon in den Familien, bevor ihr Talent dazu entdeckt wurde und durch Ausbildung verfeinert wurde.
Mir ist auch nicht ganz verständlich wie man eine Dauerbelastung des Hundes vermeiden möchte. Ein Blindenführhund trägt ein spezielles Führgeschirr, welches ihm vermittelt : ich bin im Dienst. In dem Moment wo dieses Geschirr ihm ausgezogen wird weiß der Hund: Juchuuhh Freizeit, Happening….und das jeden Tag mindestens einmal für eine angemessene Zeit. OK, ich kenne nicht die Schulungsinhalte und Philosophien der Hundeschulen, aber schon aufgrund meiner Kenntnisse über die Ausbildung für Blindenführhunde und auch Therapiehunde für seelisch kranke Menschen bin ich doch etwas skeptisch. Aber ich habe das nicht zu entscheiden.
Also offen gestanden stehe ich dem Ganzen etwas kritisch gegenüber, aber das ist nur meine persönliche Meinung und auch ich würde mich gerne eines Besseren belehren lassen. Ich wünsche viel Erfolg für ihre Umfrage, zahlreiche Zuschriften und weiterhin viel Freude an und in Ihrem Forum, in dem ich doch so manches Mal mitbange, mir Anregungen hole und auch Zuversicht…..
Am 19.4.2009 hat uns die Hundeschule www.diabetikerwarnhund.de folgendes geantwortet:
- Danke das sie uns auch um Stellungsnahme bitten, bevor sich irgendwelche Missverständnisse hochheitzen. Wir wissen leider nicht warum sie denke das wir keine echten Referenzen nennen können. Jeder ernsthafte Interessent der anruft erhält von uns das Angebot bei einem Training dabei zu sein und mit Diabetikern und ihrer Diabetikerwarnhunde zu sprechen. Außerdem haben wir z. B: auf unserer Homepage auch Referenzen von Diabetikern, sowie Videos und Presseartikel zum anschauen.
Wir haben Hunde die das zuverlässig anzeigen können. Wir haben mit der Ausbildung für Kinder letzten Sommer begonnen bis der Hund die 100% erreicht dauert es die 18 Monate der Ausbildung. Trotzdem haben wir auch 3 Diabetikerwarnhunde für Kinder die bereits 90% aller Unterzuckerungen anzeigen. Dieses dokumentieren wir durch Aufzeichnungen. Diese Aufzeichnungen, sowie direkte Gespräche mit Diabtikern und Familien die einen Diabetikerwarnhund ausbilden sind bereits für Forschungen etc. einigen interessierten Ärzten und Professoren vorgelegt wurden.
Übrigens zeigt der Diabetikerwarnhund Finn, meiner Kollegin 100% zuverlässig jede Unterzuckerung an. Dies hat er nicht nur bei ihr sondern auch bei anderen Diabetikern während des Training angezeigt. Jeder der meine Kollegin und Finn je persönlich kennengelernt hat, kann dies bestätigen.
Uns würde doch mal interessieren wie es dazu gekommen ist, dass dieser Ruf verbreitet wird das 1. es keine ECHTEN Referenzen gibt, das würde ja behaupten das es unsere Hunde und Diabetiker garnicht gibt. 2. Warum wir bevor es veröffentlicht wird nicht um eine Stellungsnahme gebeten werden oder Kontakt zu verschiedenen Familien, die sich nicht alle bei Diabeteskids aufhalten. 3. Wie kommen sie darauf das es keine Diabetikerwarnhunde gibt die zuverlässig anzeigen, sie haben doch nicht einmal mit uns persönlich gesprochen oder mit anderen Familien die ihren Diabetikerwarnhund bereits zu hause haben und gute Erfolge zeigen. 4. warum besuchen sie nicht als erstes unsere Homepage, wo 1. Referenzen von Diabetikern drauf stehen 2. Videoaufnahmen von TV Berichten vorhanden sind + Interviews und zusätzlich uns vorab fragen bevor sie eine so harte und unwahre Aussage auch noch veröffentlichen?
Sie tun damit allen Diabtikern deren Leben bereits durch einen solchen Hund enorm erleichtert wurde so wie den Hunden die viel dafür lernen mussten, sehr unrecht.
Wir bitten um Stellungsnahme auf unsere Fragen.
Mit freundlichen Grüssen - Antwort:
Es stimmt tatsächlich, daß wir mit dieser Hundeschule bisher keinen Kontakt hatten und nicht nach Referenzen angefragt hatten. Wohl aber erfolglos bei Anderen.
Wir lassen uns aber sehr gerne vom Gegenteil überzeugen!!!


