Um Unterzuckerungen bei Kindern und Jugendlichen, aber auch erwachsenen Typ-1-Diabetikern zu vermeiden, sollten folgende Richtlinien und Empfehlungen beachtet werden - angelehnt an die ADA (Amerikanische Diabetes Gesellschaft): • Bei einem Blutzucker zwischen 100 und 250 mg/dl (bzw. 5,6 und 13,9 mmol/l) kann eine Sportstunde in der Regel problemlos durchgeführt werden.

• Wenn der Ausgangsblutzucker unter 100 mg/dl (bzw. 5,6 mmol/l) liegt, sollten zusätzliche Kohlenhydrate je nach Alter, Größe und Umfang des Sports zugeführt werden. Bei Kindern und Jugendlichen in der Regel zwischen 1 und 3 BE.

• Bei einem Blutzucker über 250 mg/dl (bzw. 13,9 mmol/l) sollte zunächst ein Test auf Ketone im Urin durchgeführt werden (z.B. Keto-Diabur-Test): Ist dieser als Ausdruck eines Insulinmangels positiv, darf der Betroffene sich zunächst nicht körperlich anstrengen – er sollte ausreichend trinken, besonders Mineralwasser, und ggf. winzige Dosen Kurzzeit-Insulin injizieren. Ist der Ketontest negativ, kann auch bei mäßig erhöhten Blutzuckerwerten Sport getrieben werden; der Blutzuckerwert sollte jedoch kurzfristig überprüft werden.

• Eine Blutzuckertestung direkt nach dem Sport, gegebenenfalls auch mehrfach danach, je nach Dauer des Sports, ist ebenfalls obligat!

• Liegt der Blutzucker nach dem Sport unter 100 mg/dl (5,6 mmol/l), ist in der Folgezeit mit einer Hypoglykämie zu rechnen. Deshalb sind auch in diesem Fall unbedingt zusätzliche Broteinheiten erforderlich („lange BEs“).

• Bei normalem Blutzucker auch vor der Nachtruhe eine Zusatz-BE essen und evtl. auch noch nachts den Blutzucker testen.

Quelle: Diabetes-Journal 10/2004
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