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Neue Vorstandsspitze in der Deutschen Diabetes Gesellschaft - Professor Baptist Gallwitz aus Tübingen will die Diabetesversorgung stärken

DDGBerlin – Professor Dr. med. Baptist Gallwitz ist ab sofort neuer Präsident der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG). Der stellvertretende Direktor der Medizinischen Klinik IV an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen folgt auf Privatdozent Dr. med. Erhard Siegel aus Heidelberg, der als Past-Präsident im Vorstand weiterhin aktiv sein wird. Gallwitz übernimmt die Präsidentschaft bis 2017. Vizepräsident für diese Zeit ist Professor Dr. med. Dirk Müller-Wieland von der Asklepios-Klinik St. Georg, Hamburg, derzeitiger Pressesprecher der DDG. Gallwitz will künftig die Expertise der DDG intensiver in die Entscheidungsprozesse des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) einbringen, um die Therapiesicherheit der Patienten zu stärken.

Der neue DDG Präsident Baptist Gallwitz wurde 1957 in Karlsruhe geboren und studierte Medizin in Essen, Berlin und München. Nach seiner Habilitation zum Thema „Glucagon-like peptide-1: Ein Inkretin mit Potential zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ II“ war er als Oberarzt an der Christian-Albrechts-Universität in Kiel und an der Ruhr Universität Bochum tätig. Dort widmete er sich unter anderem der Erforschung der Rolle der Inkretinhormone bei Typ-2-Diabetes und deren Wirkung auf die Bauchspeicheldrüse, das viszerale Fettgewebe und den Energiehaushalt. Der leidenschaftliche Koch und Kunstsammler ist seit 2006 stellvertretender Direktor der Medizinischen Klinik IV an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen.

In der Zeit seiner DDG Präsidentschaft will sich Gallwitz unter anderem für eine stärkere Positionierung der DDG und der anderen medizinischen Fachgesellschaften bei AMNOG-Entscheidungen einsetzen. „Das Anliegen des Gesetzes zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes, einen fairen Arzneimittelwettbewerb zu schaffen, sollte keinesfalls zulasten der Therapiesicherheit unserer Patienten gehen“, warnt Gallwitz. Der Internist bedauert, dass dies in der Vergangenheit zu oft der Fall gewesen sei. In seiner Amtszeit will er die Expertise der DDG intensiver in diese Entscheidungsprozesse einbringen. „Denn ohne die Erfahrungen der behandelnden Ärzte kann keine wissenschaftlich und therapeutisch sinnvolle Entscheidung getroffen werden, welche Medikamente erstattet werden und welche nicht“, betont Gallwitz. Darüber hinaus ist es dem DDG Präsidenten wichtig, den wissenschaftlichen Nachwuchs und die Wissenschaft – hier insbesondere die Versorgungsforschung – zu fördern und einen raschen Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Patientenversorgung sicherzustellen.

Der neue Vizepräsident Professor Dr. med. Dirk Müller-Wieland ist bereits seit einem Jahr im Vorstand als Pressesprecher aktiv und Chefarzt an der Asklepios Klinik St. Georg in Hamburg. Für den scheidenden Tagungspräsidenten Professor Dr. med. Norbert Stefan vom Universitätsklinikum Tübingen rückt Professor Dr. med. Stephan Matthaei aus Quakenbrück in den Vorstand nach. Er wird den Diabetes Kongress 2017 ausrichten. Neu in den Vorstand gewählt wurde außerdem als Schatzmeister Professor Dr. med. Andreas Neu, der Privatdozent Dr. med. Ralph Ziegler nachfolgt und die Interessen der Kinderdiabetologie innerhalb des Vorstands vertritt.

Weitere Mitglieder im DDG Vorstand sind Professor Dr. med. Klaus-Dieter Palitzsch, München, Stephan A. Schreiber, Hamburg, Professor Dr. med. Annette Schürmann, Potsdam-Rehbrücke, sowie Professor Dr. med. Andreas Hamann, Bad Homburg, der den Diabetes Kongress 2016 ausrichten wird. Geschäftsführer der DDG ist Dr. Dietrich Garlichs. Satzungsgemäß nahm die neue Vorstandsspitze der DDG am 15. Mai mit dem Ende des Diabetes Kongresses 2015 ihre Tätigkeit auf.

Die Deutsche Diabetes Gesellschaft wurde 1964 gegründet. In diesem Jahr veranstaltete sie mit dem Diabetes Kongress 2015 ihre 50. Jahrestagung. Mit fast 9.000 Mitgliedern gehört sie zu den größten medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften in Deutschland.

Achtung, Medienpreis zu gewinnen!

Die DDG schreibt auch in diesem Jahr drei Medienpreise aus, die mit insgesamt 6.000 Euro dotiert sind. Eingereicht werden können Artikel (Print und Online) sowie Beiträge aus Hörfunk und Fernsehen, die zwischen dem 1. August 2014 und dem 31. Juli 2015 publiziert wurden. Prämiert werden Arbeiten, denen es gelingt, eine breite Öffentlichkeit über das Krankheitsbild Diabetes mellitus aufzuklären und ein Bewusstsein für diese Krankheit und ihre Folgeerkrankungen zu schaffen. Einsendeschluss ist der 31. Juli 2015. Weitere Informationen finden Sie auf der DDG Homepage.

Über die Deutsche Diabetes Gesellschaft:
Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) ist mit fast 9.000 Mitgliedern eine der großen medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften in Deutschland. Sie unterstützt Wissenschaft und Forschung, engagiert sich in Fort- und Weiterbildung, zertifiziert Behandlungseinrichtungen und entwickelt Leitlinien. Ziel ist eine wirksamere Prävention und Behandlung der Volkskrankheit Diabetes, von der mehr als sechs Millionen Menschen in Deutschland betroffen sind. Zu diesem Zweck unternimmt sie auch umfangreiche gesundheitspolitische Aktivitäten.

Quelle: Meldung Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) vom 28.5.2015

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