Sankt Augustin, 11. November 2009. Vor eineinhalb Jahren erfuhr die heute 14-jährige Nikoletta E. von ihrer Diabetes mellitus Typ 1 Erkrankung. Die Krankheit entsteht im Gegensatz zum Typ 2 nicht durch Fehlernährung und Bewegungsmangel sondern ist eine oft erbliche Autoimmunerkrankung. Dabei zerstört das körpereigene Immunsystem die Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse. Menschen mit dieser Erkrankung müssen lebenslang Insulin spritzen. 


 
Nikoletta-E1„Ich wusste, dass irgendetwas mit mir nicht stimmt“, sagt Nikoletta heute, „kurz bevor die Diagnose gestellt wurde habe ich pro Tag bis zu sieben Liter getrunken und hatte immer noch Durst. Und obwohl ich gut gegessen habe, habe ich in einer Woche sechs Kilo abgenommen“. Nikolettas Mutter machte sich große Sorgen, denn ihrer Tochter ging es von Tag zu Tag schlechter. In der Asklepios Klinik Sankt Augustin wurde der Blutzuckerwert gemessen. Mit 590 Milligramm je Deziliter Blut fast sechs Mal so hoch wie der Normalwert von 100 Milligramm. Die Diagnose war nach weiteren Untersuchungen schnell gestellt: Diabetes mellitus Typ 1.
 
„Bis dahin hatte ich wenig über Diabetes gehört, außer von Liesa, meiner besten Freundin, deren Mutter Diabetesassistentin ist. Mir war alles egal, ich wollte nur ganz schnell wieder gesund werden. Erst viel später wurde mir klar, dass man Diabetes mellitus Typ 1 nicht heilen kann“ sagt Nikoletta heute. Da Nikolettas Bauchspeicheldrüse kein Insulin mehr produziert, muss sie nun mehrfach täglich Insulin spritzen und ihre Blutzuckerwerte kontrollieren. „Als mir das klar wurde, dachte ich: Oh Gott, wie soll das denn werden? Wird sich jetzt mein ganzes Leben total verändern? Was werden meine Freunde sagen? Darf ich nie wieder ein Eis essen?“, erzählt Nikoletta.
 
Nach 10 Tagen konnte Nikoletta aus der Sankt Augustiner Kinderklinik entlassen werden. Die optimale medikamentöse Einstellung trug mit dazu bei, dass es ihr so schnell wieder richtig gut ging. Zusätzlich erfuhr sie während des Klinikaufenthaltes alles Wichtige rund um den richtigen Umgang mit der Erkrankung. Dazu gehört neben dem Spritzen des Insulins und der Messung des Blutzuckerwertes auch eine angemessene Ernährung und viel Bewegung.   
 
Eine Insulinpumpe ersetzt die Spritze
 
Große Angst hatte Nikoletta vor dem Spritzen des Insulins. Aber auch das meisterte sie innerhalb kürzester Zeit problemlos. Inzwischen hat sie eine Insulinpumpe erhalten. Sie gibt chipgesteuert permanent Insulin über einen kleinen Schlauch mit winziger Nadel am Ende an Nikolettas Körper ab. Benötigt Nikoletta zusätzlich Insulin, zum Beispiel beim Essen, drückt sie jetzt einfach auf einen kleinen Knopf und die Pumpe stellt automatisch genügend Insulin zur Verfügung.
 
 „Das ist viel angenehmer als zu spritzen, ist ja auch blöd mitten in der Stadt das T-Shirt hochzuheben, um Insulin in den Bauch zu spritzen. Die Nadel von der Pumpe muss ich alle zwei  Tage wechseln, manchmal tut das weh, aber nicht immer. Einmal ist mir in der Schule die Nadel aus dem Bauch gefallen und ich musste sie in der Schule neu legen, da haben alle erstmal gelacht. Manchmal piept die Pumpe auch, wenn sie irgendetwas stört, dann lachen alle und sagen bei Niko piept es mal wieder“, erklärt Nikoletta mit einem Grinsen im Gesicht.
 
Bereits kurz nach der Entlassung aus der Klinik konnte Nikoletta wieder die Schule besuchen. Dort hat sie auch ganz offen über ihre Krankheit gesprochen und den Lehrern und ihren Mitschülern erklärt, was sie zu machen haben, wenn sie unterzuckert ist und eventuell bewusstlos wird: Einfach ein Stück Traubenzucker in den Mund legen, das hilft sofort. Doch das ist bisher zum Glück nicht passiert, denn Nikoletta kontrolliert mehrfach am Tag ihre Blutzuckerwerte und trägt sie in eine Tabelle ein. Außerdem geht sie alle sechs Wochen in die Diabetes-Ambulanz der Kinderklinik und bespricht dort mit dem Diabetes-Team die Blutzuckerwerte.
 
„Für mich hat sich eigentlich nichts geändert seitdem ich Diabetes habe. Ich kann alles essen und kann Sport machen. Ich muss mich nur an ein paar Regeln halten, wie regelmäßige Blutzuckermessungen vor den Mahlzeiten, bevor ich Sport treibe und bevor ich ins Bett gehe. Wenn ich meinen Blutzuckerwert nach unten korrigieren muss, darf ich keine Kohlenhydrate essen. Ich habe mir alles viel schlimmer vorgestellt als es ist, und trotzdem wünsche ich mir für mich und alle Kinder mit Diabetes Typ 1, dass dieser irgendwann geheilt werden kann“, sagt die 14-jährige Troisdorferin  abschließend.
 
Pressekontakt: Stefanie Klotz, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit, Telefon: 02241-249-460

Quelle: Pressemeldung der Asklepios Klinik Sankt Augustin vom 11.11.2009

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Gesendet: 17 Jan 2012 15:10 von Franziiy #64036
Ich hab auch Diabetes , seit knapp einem 1 Jahr bei mir war es ganz schlimm , ich nahm inerhalb 2 Wochen 10kilo ab. Meine Freunde sagen ich sah aus wie eine Leiche ! Als ich erfuhr das ich Diabetes hab weite ich erst mal lang. Ich war für 2 Wochen im Krankenhaus , das gute daran war das es leckeres Essen gab. Jetzt kann ich eigendlich gut damit leben. Aber mein größter Wunsch währe, das die Krankheit geheilt wird!

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