22. September 2008
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Forschung -
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Die Hygienehypothese führt die steigende Prävalenz des Typ-I-Diabetes mellitus in den Industrieländern auf den fehlenden Kontakt des Immunsystems mit Krankheitserregern zurück, mit denen die Menschheit im Verlauf der Evolution ständig konfrontiert war.
Lebensmittelhygiene und Antibiotika sorgen heute dafür, dass Kinder in einer keimarmen Umgebung aufwachsen, was das Immunsystem zu Fehlhandlungen veranlassen könnte. Dafür gibt es nicht nur epidemiologische Hinweise, wie die steigende Prävalenz von Allergien unter Menschen, die aus Entwicklungsländern in Industriestaaten migrieren.
Auch tierexperimentell lässt sich die Hygienehypothese untermauern, so beispielsweise an den sogenannten “Non-obese diabetic” oder NOD-Mäusen, bei denen die Inzidenz eines Typ-I-Diabetes mellitus stark von Umweltfaktoren abhängt. Frühere Studien hatten bereits gezeigt, dass die Exposition der Tiere mit abgetöteten Tuberkuloseerregern eine Schutzwirkung vor einem Typ-I-Diabetes mellitus erzielt.
Quelle und weitere Informationen : Ärzteblatt vom 22.9.2008



