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un ist er auch schon wieder vorbei: Unser 1. Auslandsaufenthalt mit Dia im Gepäck - 1e Woche Sonne, Meer, Sand, Pools, wo immer man grad reinspringen mag und der "härteste" Brocken für uns: All inclusive und das im wahrsten Sinne des Wortes. Nun von Anfang an: Seit unser Jüngster Dia hat, war es uns schlicht weg zu aufwendig, ins Ausland zu fahren; nicht nur wegen Dia, sondern eigentlich die Kombination: noch sehr klein und Dia (+ ein 2. noch sehr kleiner) machte uns nicht wirklich Lust auf fernere Länder. Aber heuer (jetzt sind die beiden 3 und 4 Jahre) wollten wir unbedingt mit ihnen ans Meer, da beide begeisterte Schwimmer und Sandgräber sind.

Wochen vor Urlaubsbeginn habe ich mal begonnen eine Liste zu schreiben, was wir alles mitbrauchen - der längste Teil davon: alles, was irgendwie mit Diabetes zu tun hat. Ich wage zu behaupten, wir hatten wirklich ALLES mit (und das nicht nur für eine Woche). Normalerweise kämpfen alle Urlauber damit, das zulässige Gepäckgesamtgewicht nicht zu überschreiten, was soll ich sagen: unsere Reisetaschen waren halb leer, aber unser Handgepäck ...!

Festhalten möchte ich jetzt gleich mal, was wir von taschenweise Zubehör (für den Notfall und den Notfall des Notfalls, ...) gebraucht haben: nichts, außer, diesen Dingen: 2 Infusionssets, den Librescanner, die Fernbedienung der Pumpe und aus. Normalerweise kleben wir ja nie Klebepflaster zusätzlich ab, aber wir dachten unter diesen Bedingungen wird das wohl nötig sein. Es war gar nicht leicht, im Vorfeld an 2 verschiedene Klebefolien zu kommen (die hier im Forum öfters mal lobend erwähnt wurden) - auch die sind origninalverpackt wieder mit nach Hause gefahren.

Erstaunlich, aber alles hat gehalten: Libre nur, wie bei uns üblich mit Pehahaft über tags fixiert, die Kathederpflaster haben bombenfest gehalten, trotzdem sie den ganzen Vormittag und Nachtmittag bis am frühen Abend nicht nur dauernass, sondern auch jede "Arschbombe" - wie die Kleinen das sagen, jedes Mal rutschen, unzählige Sand- Salzorgien und was weiß ich noch mitmachen mussten. Wirklich tapfer hat sich auch der Libre gehalten, der ja nicht nur dauernd nass war, sondern auch noch ständig einen Schwimmflügel drauf hatte. Auch unsere MiniMed 640 hat, wie erwartet, die Woche unbeschadet überstanden - auch sie musste obige Torturen alle über sich ergehen lassen :)

Wir haben vor dem Urlaub, der Zeitpukt war Zufall, auf ein anderes Infusionsset gewechselt - wie sich herausstellte eine glückliche Entscheidung: bis vor Kurzen verwendeten wir Sure-T und sind jetzt auf das Quick-Set umgestiegen: ich muss sagen, die Pflaster des Quicksets halten um einiges mehr aus, als die des Sure-T. Sure-T hatte sich bei uns schon nach halbtägiger Wasserbelastung oftmals gelöst.

So, die nächste Herausforderung war: All inclusive: wir kennen das alle: Essen in einer Auswahl und Menge, die es uns wirklich schwer macht, nein zu sagen - diesmal musste es aber sein. Ich habe noch nie so eine Vielfalt an verschiedenen Speisen auf einen Haufen gesehen, wie in diesem Urlaub ... und das morgens, mittags und abends. Aber auch hier hat es uns diesmal eben unser Kleiner sehr leicht gemacht - er wollte die ganze Woche nur Wassermelone essen und zwar: morgens, mittags und abends :) Ich hatte also damit zu tun, ihn nicht vom essen abzuhalten, sondern ihm klar zu  machen, dass nur Wassermelone alleine zu wenig ist und er nur eine bekommt, wenn er vorher auch etwas anderes isst. Unser 2. Kleiner hat die Kirschen entdeckt, Vorgehensweise wie bei Sohn Nr. 2. Also waren die Kinder die "Vorbilder", die uns wahrscheinlich vor vielen zusätzlichen Kilos bewahrt haben. Sogar der deal nur Soda zu trinken, wenn es dafür zu Mittag ein mal ein Cola Light gibt, wurde von den kids anstandslos akzeptiert. War sogar ein highlight, denn sie durften sich untertags aus diversen bars, alleine ihre Getränke holen immer mit Eiswürfel und Zitrone! - Einschub: manchmal habe ich mir schon vorgestellt, womit sie in ein paar Jahren von den bars zurückkehren :)

Nun um alle zu beruhigen: wir haben sie nicht völlig zuckerfrei durch die Woche lassen - am Nachmittag haben sie sich jeden Tag von der Poolbar alleine - das war glaub ich das wichtigste daran - ein Eis geholt. Und da die Werte die ganze Woche durch viel Bewegung und Hitze sehr gut und manchmal eher im unteren Bereich lagen, gabs auch hin und wieder nach dem Essen eine kleine Kostprobe der vielen griechischen und internationalen süßen Spezialitäten.

Unser Resumee: Wir hatten einen tollen Urlaub, völlig unkompliziert, Dia war eigentlich überhaupt kein Thema (war scheinbar auch auf Urlaub!)

Natürlich werden wir im nächsten Urlaub wieder alles mitdabeihaben, auch wenn wir das ganze Zeug hoffentlich nicht brauchen werden.

Und zum Schluss fällt mir doch noch was ein, vielleicht haben dieses Phänomen auch andere von Euch schon erlebt: Sowohl bei Hin- als auch beim Rückflug hatten wir etrem niedrige Werte - Pumpe war bei allen Starts und Landungen sicherheitsalber abgehängt (und dann noch einen Großteil des Fluges) + Traubenzucker + Flugzeuggummibären und Boardessen (ohne Bolus). Dafür und jetzt kommts: In beiden Nächten nach dem Flug: extrem hohe Werte, die unzählige Korrekturen erforderten + extreme Erhöhung des Basals, beide Male erst eine Normalisierung der Werte nach 24 Uhr (Flug war einmal am frühen Nachmittag und einmal am späteren Nachmittag).

Wir freuen uns schon auf den nächsten Urlaub und möchten hiermit alle ermutigen, sich keinesfalls vom Diabetes abschrecken zu lassen bei Euren Urlaubsplänen!

Tags: Elternblog, Reisen/Urlaub, Blog

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