Cincinnati – US-Chirurgen führen bariatrische Operationen auch im Jugendalter durch, wenn die extreme Adipositas zu einem Typ-II-Diabetes mellitus geführt hat und eine Diät zwecklos erscheint. Nach einem Erfahrungsbericht in Pediatrics (2009; 123: 214-222) kommt es bei fast allen Patienten zu einer Besserung der Stoffwechselstörungen.

An 5 US-Kliniken erhielten bisher 11 Jugendliche mit einem Body-Mass-Index von 50 kg/m2 (zum Beispiel 162 kg bei 1,80 Körpergröße) einen Roux-en-Y-Magenbypass: Dabei wird der distale Abschnitt des Dünndarms mit einem verkleinerten Magen verbunden.

 

Die “Stilllegung” von großen Teilen des Magens, des Duodenums und des proximalen Dünndarms führt zu einer raschen Sättigung sowie zu einer Einschränkung der Resorption. Die Patienten nehmen nach der Operation rasch ab und können ihr Gewicht auf einem niedrigen Gewicht stabil halten.

Die Risiken des Typ-II-Diabetes mellitus rechtfertigen nach Ansicht von US-Chirurgen im Einzelfällen eine Operation, die zehn der elf Patienten vom Typ-II-Diabetes mellitus befreite, wie Thomas Inge vom Cincinnati Children's Hospital berichtet. Nach einem Jahr war der BMI auf 33 gefallen.

Die Jugendlichen waren damit zwar immer noch adipös. Doch die Stoffwechselstörung hatte sich verbessert: Der Nüchternblutzucker war um 41 Prozent gesunken, die Insulinkonzentration im Blut sogar um 81 Prozent gefallen. Der Hämoglobin A1c-Wert hatte sich auf 5,6 Prozent (vormals 7,3 Prozent) normalisiert.

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Quelle: Auszug aus einem Bericht im Ärzteblatt vom 30.12.2008

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